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Charles Robert Darwin

 

Der große Naturforscher Charles Robert Darwin
geb. 12.2.1809 in Shrewsbury
gestorben 19.4.1882 Down House (Kent)

 

Darwin wurde am 12.2.1809 in Shrewsbury in England als Sohn eines Arztes geboren. Für alle mit eher schlechten Schulleistungen sei bemerkt: Charles Darwin war in seiner Schulzeit alles andere als ein Streber. Statt sich mit Matheformeln herumzuquälen oder Lateinvokabeln zu pauken, ging er lieber zum Reiten, Fischen oder Jagen. Mit Begeisterung sammelte er alles, was ihm bei seinen Streifzügen in die Hände viel: Käfer, Schmetterlinge, Steine. Nicht etwa zielgerichtet und geordnet, sondern eher wahllos. Seine Sammelleidenschaft verbesserte auch nicht die Biologienoten. Denn da hätte er aufpassen müssen. Aber ein rein trockener Unterricht, wo einem eine Staublunge  droht, das war nicht seine Sache.

 

The seven-year-old Charles Darwin in 1816, a year before the sudden loss of his mother.

Charles Darwin mit sieben Jahren

 

Die Lehrer an seiner kleinen Privatschule weinten ihm vermutlich keine Träne nach, als er mit sechzehn Jahren mit seinem älteren Bruder zur Universität nach Edinburgh wechselte. Würde Darwin heute hier leben, hätte er vermutlich nicht einmal den M-Zweig geschafft. Mit viel Glück wäre er vielleicht noch für eine Lehrstelle als Metzger selektiert worden. Es war wohl besser für die Naturwissenschaften, daß ihm diese Selektion erspart blieb. Denn damals war der Universitätsbesuch in England eine Sache des Geldes. Ein Abitur oder gute Schulnoten waren nicht unbedingt eine zwingende Vorraussetzung. Darwin hatte das Glück, aus einem wohlhabenden Elternhaus zu kommen.

Da sein Vater Arzt war, wählte Darwin die Medizin als sein Studienfach. Dummerweise war das Sammeln von Käfern weiterhin für ihn interessanter als irgendwelche langweiligen wissenschaftlichen Vorträge. Nach zwei Jahren sah er dann selber ein, dass aus ihm nie ein Arzt werden würde. Da Darwin ein sehr frommer Mensch war, wählte er nun das Studium der Theologie. Er zog nach Cambridge um und besuchte dort die Universität. Mit Ach und Krach schaffte er seine Prüfungen, um wenigstens den niedrigsten akademischen Grad zu erreichen. Vermutlich hätte ihm sonst sein Vater den Geldhahn abgedreht.

Aber in Cambridge gab es Lehrer für Naturwissenschaften. Sie wurden aufmerksam auf den Studenten, der im Theologiestudium hauptsächlich durch Faulheit auffiel. Denn er streifte immer noch lieber in Wald und Feld herum und sammelte Naturobjekte. Professor Henslow weihte Darwin in die Botanik ein. Durch ihn lernte Darwin den Geologen Sedgwick kennen. Der machte ihn mit dem geologischen Aufbau der Erde vertraut. Dann wurde ein junger Naturforscher gesucht, der mit einem Segelschiff namens „ HMS Beagle“ bereit war, um die Welt zu reisen. Das Schiff war ein Vermessungsschiff. Die Besatzung sollte genaue Karten der Küsten erstellen.

 

 

Die Aufgabe des Naturforschers bestand darin, unterwegs Naturobjekte zu sammeln und nach England zu schicken. Professor Henslow schlug Charles Darwin vor, obwohl dieser ja eigenlich nicht wirklich Naturwissenschaften studiert hatte.

Und der zweiundzwanzigjährige Darwin ließ sich nicht lange bitten. Er verzichtete sofort auf eine eventuelle Anstellung als Dorfpfarrer. Im Dezember 1831 ging er an Bord mit sehr lückenhaften Kenntnissen in den Naturwissenschaften. Nach Südamerika, auf die Galapagosinseln, Tahiti, Neuseeland, Australien, Mauritius und Südafrika führte ihn die Reise. Kistenweise gelangten Darwins Fundstücke nach England. Seine Sammlungen waren so umfangreich, dass sich später jahrelang zahlreiche Gelehrte mit ihrer Auswertung beschäftigten.

Er unternahm ausgiebige Landausflüge. Darwin erkundete den brasilianischen Regenwald, entdeckte in den Pampas Fossilien von Landtieren, barg auf Bergen der Anden Fossilien von Meerestieren, studierte die eigentümliche Tierwelt von Australien. In Lateinamerika beobachtete er ein Erdbeben. Er sammelte tausende Gesteinsproben, bis dahin unbekannte Pflanzen, legte Zeichnungen an von fremden Tieren, untersuchte mit seinem Mikroskop Kleinstlebewesen.

Derartige Landausflüge waren zu seiner Zeit beschwerliche Unternehmungen. Denn da gab es noch keinen Massentourismus. Touristen krochen noch nicht in die letzten Ecken der Welt. Auf Annehmlichkeiten wie Hotels mit Klimaanlagen, gekühlte Cola aus dem Kühlschrank in heißen Gegenden oder Reisebussen mit Fernseher konnte er mit Sicherheit nicht zurückgreifen.

Nun war es sein Vorteil, daß er in seiner Kindheit und Jugendzeit endlos seine Heimat durchstreifte. Er war es gewohnt, im Freien zu leben. Dummerweise hatte Darwin mit einem großen Problem auf seiner Fahrt zu kämpfen: er wurde seekrank. Seekrank werden viele Menschen. Meist klingt die Krankheit nach einigen Wochen ab, wenn sie sich an die See gewöhnt haben. Bei Darwin war es anders. Er behielt die Seekrankheit während der gesamten Fahrt und verkorkste sich gründlichst dadurch für den Rest seines Lebens den Magen. Aber auch dieser Umstand konnte ihn von seinen Forschungsarbeiten nicht abhalten. Fünf Jahre später, am 2.10.1836, kehrte er nach England zurück.

Aber in diesen Jahren tobte er nicht nur seine Sammelleidenschaft aus. Er  studierte direkt an der Wirklichkeit so gründlich die Naturwissenschaften, dass er durch seine Beobachtungsgabe und sein unterwegs angeeignetes Wissen eine Revolution in den Naturwissenschaften auslöste.

 

Charles Darwins Reiseroute führte ihn einmal um den Erdball

 

Er wurde der Begründer der modernen Abstammungslehre. Vielleicht war es gerade sein Trumpf, dass er nicht gründlich genug für diesen Job ausgebildet war. So verließ er sich auf seine Beobachtung und seinen wachen Menschenverstand und war für alles offen.

 

 

Erasmus Darwin

 

Charles Darwin war erblich "belastet". Bereits sein Großvater Erasmus Darwin beschäftigte sich mit den Naturwissenschaften. Eigentlich war er Arzt. Sein Buch "Zoonomia or the laws of organic life" beschreibt ein entwicklungsgeschichtliches System, dass die Lehre seines Enkels bereits andeutete.

Charles Darwin lernte seinen Großvater allerdings nicht kennen. Denn dieser lebte von 1731 bis 1802. Charles Darwin wurde erst 1809 geboren. Aber er dürfte das Buch seines Großvaters gekannt haben.

 

 

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