plattenkalke


 

Entstehung der Plattenkalke

 

Durch unterschiedlicher Wasserpegel bildete sich eine Lagunenlandschaft mit flacheren und tieferen Lagunen. Lagunen sind durch Landstreifen vom offenen Meer abgetrennte Meeresteile. Sie sind empfindliche Ökosysteme. Ein Ökosystem bezeichnet eine bestehende Wechselbeziehung zwischen Lebewesen und ihrem Lebensraum. Lagunäre Verhältnisse entstehen nur durch Abschottung vom offenen Meer, gleichzeitig muß ein Wasseraustausch mit Meerwasser gewährleistet sein. Sonst stirbt das Leben in der Lagune. Durch diese Lagunen und der Gestalt des Meeresboden entstanden die verschiedenen Arten von Plattenkalken, die im Altmühltal und der weitereren Umgebung vorkommen.

 

Entstehung einer Lagune

 

Kieselplattenkalke sind in der Dicke der Schichten sehr unterschiedlich. Oft ist der Kalk verkieselt und dadurch gröber. Diese Platten sind schwer voneinander zu trennen. Sie sind fossilreich und dort finden sich häufig terrestrische Fossilien. Aber auch maritime Fossilien des offenen Meeres kann man entdecken, wenn das abgrenzende Riff die Lagune nicht vollends abschneidet. 

 

 

 

In besonders flachen und isolierten Lagunen bildeten sich Rhytmische Plattenkalke. Die oft nur millimeterdünnen Sedimentschichten nennt man auch Papierschiefer. Sie sind fossilienreich und auch dort entdeckt man terrestrische Fossilien. Allerdings sind Fossilien durch die extrem dünnen Platten nur schwer zu bergen.

Im Unterschied zu den Kieselplattenkalken sind Lithographische Plattenkalke besonders feinkörnig und ohne Verkieselung. Die Schichten werden durch feine Tonschichten voneinander getrennt. Dadurch kann man die einzelnen Platten leicht voneinander lösen. Normalerweise wird der Meeresgrund von einer Vielzahl bodenlebender und grabender Meerestiere zerwühlt. So entstehen grobgeschichtete Kalke. Im lithographischen Plattenkalk fehlt jedoch meist jedes Bodenleben. Vermutlich war das Wasser direkt über den Sedimenten übersalzen und daher lebensfeindlich.

 

Bild 3-1, Ablagerungsraum.jpg (43550 Byte)

 

Man nimmt an, dass das Sediment in seiner Ablagerungszeit ein klebriger, zäher Schlick war. Fossilienfunde von Krebsen und ähnlichen Tieren zeigen, daß diese Tiere am Ende ihrer Laufspur starben. Anscheinend war der Lagunenboden für sie eine tödliche Falle geworden. Durch die mangelnde Festigkeit sanken sie ein. Sie blieben in dem Schlick stecken und kleben. Sowie das Sediment grobkörniger oder tonhaltiger wurde, findet man tierische Fossilien, die sich auf ein Leben am Lagunenboden spezialisiert hatten.

 

Zur Startseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!